Bertolt Brecht wurde als Sohn eines Papierfabrikanten geboren. In München studierte er Naturwissenschaften und Medizin.
1918 war er Krankenwärter in einem Militärlazarett. Nach dem Krieg setzte er sein Studium fort.
1920 betätigte er sich als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen.
1922 bekam Brecht den Kleistpreis für seine Theaterstücke. Als Folge widmete er sich exklusiv der Literatur.
1924 beginnt er seine Tätigkeit als Dramaturg und Regisseur bei Max Reinhardt am Berliner Deutschen Theater.
1928 – 1929 inskribierte Bertold Brecht an der „Marxistischen-Arbeiter-Schule“.
1933 floh er vor den Nazis über Prag, Wien, die Schweiz und Frankreich nach Dänemark, wo er „Deutsche Satiren“ schrieb, die im „Deutschen Freiheitssender“ gesendet wurden. In diese Zeit fällt auch seine Mitherausgebertätigkeit (neben Feuchtwanger und Bredel) an der Moskauer Zeitschrift „Das Wort“.
1940 setzte er seine Flucht vor den Nazihäschern fort. Über Schweden und Finnland, Moskau und Wladiwostok (1941) gelangte er schließlich nach Kalifornien.
1947 lässt sich Brecht in Zürich nieder und zieht 1948 nach Ost-Berlin. In der DDR-Hauptstadt gründet er mit seiner Frau Helene Weigel das Theater „Berliner Ensemble“, auch „Brecht Ensemble“ genannt.
1951 verleiht die DDR ihm den „Nationalpreis erster Klasse für Kunst und Literatur“ und 1954 bekommt er den „Internationalen Stalin-Friedenspreis“ der UdSSR.
Die Nachschlagwerke weisen Bertolt Brecht als einen „der einflussreichsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts, Begründer des epischen Theaters, durch das er die Aktivität des Zuschauers wecken, ihn zum engagierten Mitdenken über die dargestellten Personen und Verhältnisse aufrufen wollte“, aus. Brecht war zweifelsfrei ein sozialistischer Dichter, der einer kommunistische Weltanschauung frönte.
Einige Werke Bertolt Brechts: Baal (Drama, 1922); Dreigroschenoper (Oper, 1928); Svendborger Gedichte (1939); Herr Puntila und sein Knecht Matti (Dr., 1940); Mutter Courage und ihre Kinder (Tragödie, 1941); Der kaukasische Kreidekreis (Dr., 1949) u.a..