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Die Interpretation der Ewigkeit der Welt und der Zerfall der Menschheit.
essay [ ]
Ciorans apokalyptische Philosophie / Abstraktum für eine fiktive Diplomarbeit

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von [Clarissa ]

2005-05-25  |     | 



Motto:
Man soll nicht nur lesen um abzulehnen, sondern auch lesen, um zu verstehen.


* Die Ewigkeit der Welt ist durch die Chaossysteme als unverständlicher Wahn vorstellbar.
* Das absolute Nichts ist die Materie, die aber räumlich nicht vollendet ist und nicht logisch strukturiert ist in ihrer komplexen Nutzlosigkeit für das Leben der Seienden.
*Der Mensch findet immer räumliche Aufenthalte für den Leib und für die Seele, und die Gräber können auch bestimmte Meditationsplätze sein, die für Musik, Kunst, Meditation, als Schaukel der geistlichen Wiederkehr dienen, zwischen Geburt und Tod.
*Die Lebensphasen kehren immer am Anfang und am Ende wieder, als ein permanentes Leitmotiv des Geschehens der Existenz als Universales, die Tat auf das Individuum gerichtet.
*Permanente Verkehrsucht, zwischen Rückkehr der Geburt und dem Aufstieg nach der verbrauchsüchtigen , unersättlichen Unendlichkeit der tödlichen Verschwendung.
*Der Tod und das Leben sind für manche besiegte Fronten, der Erwartung, weil sie wissen, warum sie gelebt haben und warum sie sich nach dem Tode sehnen.
*Der Kampf der animalischen Sexualität mit dem Zweck der Eroberung des Absoluten im Sinne der süchtigvollen Trenne der Leidenschaft, die sich über die Euphorie und Extasse nach Liebe sehnt, aber in dem unbewussten Akt der Prokreation bedeutungslos fällt. Da ist die unbewusste Schöpfung des Menschen nur ein Produkt der physikalischen Kopulation, die nicht über seine erwartenden Schatten springen kann:
*Das Leben erscheint leer, substanzlos und wiederkehrend an sich. Es wurde geschenkt und zurückverlangt, und das ist für Cioran ein Absurdum der universalen Existenz.
*Paradoxerweise ist die Ewigkeit immer nach der Vergangenheit orientiert, um das Leiden der Dämmerung der schon existierenden Welt zu trauen, zu empfinden, zu empfangen und zu trösten, in einer metaphysischen Art von der Verbindung an die geschichtliche Äste der verstorbenen Welten von Gestern.
*Es gibt keine Wiederholung der Dinge. Nur das Leben der Seienden multipliziert sich zeitlich, sie verlängern die Zeiten die ungerecht eingeteilt ist.
*Die Verlängerungen der Zeit und die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Zukunft werden durch das Gedächtnis gemacht, und die Träume, die in jedem Individuum wach bleiben, bis zu der letzten Rechnung mit dem Tod.
*Gott ist ein Problem, aber auch eine universale Notwendigkeit. Cioran ist sich seiner Existenz bewusst, die dem Menschen nur die Hoffnung gibt, dass sie nicht allein sind, und dass, er stumm aber schützend, in seinem Wachzustand ist, dass er, niemanden stört, mit seiner Präsenz, um die sich niemand kümmert. Ohne Gott könnte das Licht nicht möglich sein.
*Gott ist die Vorstellung und der Wille im Schicksal der Menschen. Er trägt die Geschichte jedes einzelnen mit sich, und begleitet sie zeitlich bis zur Apokalypse, von jedem Sein separat. Gott hat diese Apokalypse für jedes Individuum separiert behandelt und inszeniert. So stirbt der Mensch nach einer eigenartigen Vorstellung, die er in verschiedenster Weise in einer anderen Hypostase findet, als den anderen.
*Nicht nur die Atheisten, sondern auch vernünftige Gläubige rebellieren oft gegen die Schöpfung und gegen göttliche Ordnung:
*Cioran ist skeptisch aufgrund der Zukunft der Welt. So sieht er als Visionär, eines Tages die Kreise und die Pirouetten dieser fragilen Existenzen unter totaler Selbstvernichtung.
*Die tiefe der Seele kann durch eine einzige Träne erblickt werden.
Die Träne ist eigentlich der Spiegel der Geistlichkeit, wo sich die Leiden am besten sichtbar machen können.
*Der Mensch ist ein Mörder und ein Selbstzerstörer. Er versteht in seiner Dummheit nicht, warum er vernichtet, warum er im Namen der Menschlichkeit und Gottes, Genozid und Tyrannei betreibt, gegen andere Menschen.
*Der Zerfall und die niedrigste Dekadenz in seinem begehrenden Verbrechen gegen andere Lebewesen aus dem Individuum, nur eine Bestie, die schon von seinem Lebensanfang göttlich vorbestraft ist, zu leiden, und die anderen zu quälen
* Cioran pendelt metaphorisch und philosophisch in eine verzweifelte Form der Manifestation, zwischen der Obsession und dem Fanatismus. Diese zwei Begriffe begleiten seine ganze Lebensphilosophie.
*Der Tod ist ein Argument der immer wieder Platz in seine Ideen findet. Dafür findet er Hypothesen oder nur einfache Reflexionen, die den Tod als Ausdrucksfigur der künstlerischen Sprache begehrt.
*Einsamkeit, Verlust, Selbstvernichtung, Leere und Trauer sind begriffliche, gewöhnliche Instrumente, mit der er sich selbst operiert, ohne Narkose. Da verbreitet sein Masochismus Signalen, in die Richtungen ohne Ziel. Ein unendliches Leid, verstärkt ihn jedoch und er glaubt dass, durch dieses Leid er den Tod aber auch das Leben besiegt.
*Er liebt den Gott und konträr hasst er ihn. Diese Pole der Liebe, mit negativen und positiven Eigenschaften, bilden eine ungetränte Dualität seines Zerfalles als Kernpunkt seiner gläubigen Philosophie.
*Die göttliche Dualität zieht den Dämon und den Engel, in seine Nähe, und macht sie illusorisch, zwei nützliche Parallelen seiner geistlich begierenden Kosmogonie, in die nicht allein der Gott als Hauptherrscher des Universums, mindestens poetisch, existiert.
*Er beobachtet als Zuschauer, in der Zeit, die Holochauste die, von Zeit zu Zeit die Menschheit vernichten, in tiefem Leiden und Tod bringend und prophezeit einen finalen Abschluss der Welt, durch einen letzten Holochaust, der die Sinne des Lebens und ihres Seins verlieret. Es kann auch der eigene Holochaust des Individuums sein, seine eigene, persönliche Apokalypse.
*Die Welt als Utopie und ihre Funktionen. Da stehen das Irrationale, das Irreversible, das Irreparable, als Notwendigkeiten der Tragödie der Menschen in Mittelpunkt, die ihrem Schicksal ausgeliefert sind.
*Glück und Unglück sind Instrumente des Schicksals.
*Abstraktion und Dichtung über das Leben, bohren die leidenschaftliche Sehnsucht nach einem Stern der Liebe, die er nicht kennt. In seiner Visionen, ist diese Liebe verschiedenes wie die göttliche oder menschliche, es ist eine hochrangige Liebe, die
alle möglichen Grenzen des absoluten Wissens überschreitet, Liebe die anderswie sein kann, für eine Frau oder für einen Gott.
Es ist meist eine Selbstleidende Liebe nach etwas, das er nicht finden kann.
Er ist diesem Stern nie begegnet, aber er hat sich danach bis zu seinem Tode gesehnt.
Dichterisch, hat er geglaubt, dass er in den Tränen die Heiligen getroffen hat, und konnte jedoch, trotz seiner großen Leidenschaften für Musik und Poesie, nie Gedichte oder Musik schreiben. Das sind seine letzten Geheimnisse.
* Die Trägheit (Inertie) der Zeit ist ein geschichtliches Problem der Welt und steht bei Cioran doch unklar und überlegend vor der Auflösung. Die Zeit ist teilweise übersichtlich im Vergehen und in der Verschwendung der Kosmischen Unordnungen, die aus purem Chaos geboren ist, die ein Mal vielleicht für immer verschwinden wird und in einer neuen universalen Form erscheinen, gemessen in einer anderen Form der Zeit.
*Als Schluss steht das Problem der Ewigkeit mit ihrer komplexen Vorstellungen im Vordergrund über Zerfall, Dekadenz und Vernichtung, als finale Apotheose des Denkens in Versuchen, die das universale Chaos zerstören und vielleicht irgendwann, von demselben Gott oder von anderen, wieder beginnen lassen. Deshalb bleibt die Frage offen, ob Cioran gemeint hat, dass die Welt, wenn sie einmal zerstört würde, es sinnvoll wäre, sie wieder aufzubauen, von demselben Urschöpfer oder von einem anderen über die man Milliarden von Generationen nicht wissen wird, wer das sein wird und ob er jemals existieren wird.
*Die Lebensphilosophie Ciorans hat tiefe Wurzeln in der philosophischen Dichtkunst Mihai Eminescus und Lucian Blagas. Von Lucian Blaga hat er sich metaphysische Eigenschaften entnommen, Eminescu hat ihm Ideen über die kosmische Unordnung geliehen, Nietzsche hat ihm die Arroganz des Übermenschen überlassen, Kirkegaard und Schopenhauer die Sehnsucht nach einer verschwenderischen Ästhetik des Leidens. So wurde eines der größten Genies geboren, das die abgestorbenen Sehnsüchte Eminescus verlängerte und in eine neue philosophische Form formte.
„Ich glaubte nie, dass ich einmal,
zu sterben lernen werde,
Für immer jung geblieben in meiner Schattenhaut
Die Augenblicke suchen hoch, unter den Wimpeln
Am einsamen Stern der Ewigkeit“
(Mihai Eminescu: Oda in metru antic (Ode in antikem Versmaß)





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