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Man verliert sich aus den Augen
artikel [ Internet ]
Kolumne 92

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von [Delagiarmata ]

2013-11-06  |     | 



„Langsam rattert der Zug weiter. Sie lehnt in der Ecke und spürt leise Tränen über die Wangen tropfen. Die dumpfe Angst ist gewichen, sie fühlt nur noch einen tiefen seltsamen Schmerz, dessen Spur sie vergebens nachsinnt. Einen Schmerz, wie ihn verschreckte Kinder haben, wenn sie in finsterer undurchdringlicher Nacht plötzlich erwachen und fühlen, dass sie ganz einsam sind.“ So deprimierend einsam wie Gräfin Ostrowska aus Stefan Zweigs Erzählung Der Stern im Walde könnte man sich fühlen, wenn man sich Gedanken zum Geburtstag der deutschen Site von poezie.ro/agonia.net macht. Aber zum Glück geht es hier nicht um den Tod des unsterblich verliebten Kellners François, sondern eher um mehr oder minder Belangloses.

Es gibt viele kleine Unwägbarkeiten einer Site-Betreuung im Internet. Viele Mitglieder kommen, nicht alle bleiben gleich weg, aber nur wenige harren wirklich aus. Man gewinnt als verantwortlicher Betreuer der Site mit den Jahren eine gefährliche Routine, stellt nicht mehr die entscheidenden Fragen und verzichtet auf mögliche Recherchequellen, um sich über den einen oder anderen Autor genauer zu informieren. So ganz genau will man es ja auch gar nicht wissen. Es reicht schon mit den vielen Geheimdiensten.

Das kann dann allerdings zur Folge haben, dass man einen Autor, der sich mit einem Buchdeckel, auf dem ein Frauenfoto prangt, in seiner Biographie vorstellt, in einem Kommentar mit „Sehr geehrte Frau“ anspricht. Wenn Vor- und Nachname sowohl männlich als auch weiblich klingen, hat man da seinen Fuß schnell im Fettnäpfchen. Und wäre da nicht die Mail einer aufmerksamen Redakteurin von der rumänischen Site gewesen, würde für mich Ancuţa immer eine Frau bleiben, die den schönen Familiennamen Leonard trägt.

Aber ein Site-Betreuer darf sich ab und zu auch uneingeschränkt freuen. So zum Beispiel wenn ein Autor als runde Mitgliederzahl unserem anscheinend immer kleiner werdenden Kreis von aktiven Autoren & Lesern neue Geisteszufuhr beschert. Türk-König ist der hundertste Autor, der in den vergangenen zehn Jahren hier Texte veröffentlicht hat.

„Langsam rattert der Zug weiter.“ Wichtig ist, dass er keine tiefsinnigen Gräfinnen transportiert und dabei auch noch über unglücklich verliebte Kellner rollt. In diesem Sinne: Alles Gute poezie.ro/agonia.net zum 10. Geburtstag!

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