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Stürmische Zeiten
prosa [ ]

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von [elienne ]

2007-01-20  |     | 



...stürmische Zeiten…,die wir jetzt erleben...

Da draußen und noch mehr da drinnen...

Oder sind manchmal wir es, die das Innere nach Außen geschüttet und uns allen diese tobenden Stürme beschert haben?
Sind es manchmal unsere Gefühle, Gedanken, die durch die Seelen gefegt haben, um dann noch auch Außen um sich zu schlagen?

Waren diese, meine, unsere, anderen Menschen gehörenden, ungezügelten, wütenden, zornigen, rasenden, nicht mehr im Zaum zu haltenden Empfindungen Gefühle, die sich den Weg in die äußere Wirklichkeit gefunden haben und sich in diesem Sturm entfacht haben? Die Wirbelstürme, die sich in Menschen aufbrausen, finden irgendwie, irgendwann, einen Weg nach Außen, um noch mächtiger, noch gewaltiger herumzutoben.

Aber vielleicht brauchen wir alle, Menschen und Natur, solche Fegestürme. Um zu klären, säubern, Altes zu zerstören und Neuem Platz zu machen. Um aufzuräumen. Mit Unbefestigtem, mit zu lange Stehengebliebenem, mit allem, was sich absetzt und sich zu festigen droht, mit dem Staub, der alles bedeckt und zu versteinern droht, mit dem was zu schwer geworden ist, oder zu leicht, sich überall ausbreitend und alles verstopfend und versperrend… Um dort, wo Risse vorhanden, zu zersprengen, zu zerstören, niederreißen, alles was unnötig, unbrauchbar, belastend hinwegfegen…

Im Laufe der Zeit sammelt sich Müll an, sowohl Innen als auch da Draußen, Müll der entfernt werden sollte. Aber wir sind meistens zu beschäftigt um Zeit zum Aufräumen, zum Beseitigen zu haben. Und wenn alles uns über den Kopf wächst, wenn alles droht uns zu ersticken, verhilft uns ein Sturm. Zum Aufräumen. Innen. Und auch Außen.

Ein Sturm. Der kündigt sich an. Meistens mit einer großen Stille. Die wir nicht beachten. Und dann bricht er über uns an. Erst scheint er bedrohlich zu sein. Zerstörerisch. Und es werden vielleicht Zerstörungen angerichtet. Es wird alles mitgenommen, dessen Zeit gekommen ist.
Es wird aufgewirbelt, es wird emporgehoben, es wird entwurzelt, gebrochen, getrennt, gejagt...

Wenn alles vorbei ist staunen wir zuerst über das Geschehene. Begutachten die Schäden, betrauern die Verluste, krempeln die Ärmel hoch und fangen an mit dem Aufräumen. Dabei staunen wir nicht selten darüber, wie viel Platz entstanden ist, wie groß der Raum ist, der uns jetzt zu Verfügung steht. Und wenn endlich alles sich beruhigt hat, sind die Voraussetzungen gegeben, um Neues zu schaffen. Außen wie Innen.

Es gibt viel, was sich in uns ansammelt, viele, sehr viele Sachen, die uns beschäftigen, und manches wirkt auf einmal bedrückend, irgendwie bedrohend, erstickend. Man hat keinen freien Raum mehr, man sieht keinen Weg, der einen irgendwo führen kann. Aber den Weg muß man sich selbst schaffen, in mühsamer Arbeit erbauen. Erst aussortieren, Gefühle, Gedanken, Überlegungen, es gibt viele, die nicht mehr nützlich sind, die vielleicht mal wichtig waren, aber jetzt nur Ballast darstellen, und die man weg schaffen muß. Und Platz machen. Für Neues. Für Veränderungen.

Meistens haben wir nicht den Mut Veränderungen zu vollbringen. Weil wir die Folgen nicht ganz genau abschätzen können. Und es ist so viel einfacher die Schuld für das, was uns nicht gelingt, auf andere abzuwälzen. Aber wir sind es, nur wir, immer, die für unser Werden und Sein verantwortlich sind.
Unsere Entscheidungen, jederzeit, gebären unsere Erfahrungen. Und von diesen werden unsere weiteren Entscheidungen beeinflusst. Nur sollten wir nicht in befestigten Mustern erstarren, ab und zu neugierig sein, auch neuere Wege bestreiten und auch mal ein Risiko in Kauf nehmen. Das macht das Leben spannender. Vielleicht mal schmerzhafter, mal schwieriger, aber nie langweilig.

In diesem Sinne sollten wir nicht alles verteufeln, was uns gerade nicht in dem Kram passt. Und auch nicht die sich über uns aufbrauenden und hinwegfegenden Stürme.

Und zwischen den Stürmen die Oasen der Ruhe genießen und nach der großen Stille auch sich in den Sturm begeben. Auf und ab, hoch und runter, in Licht und in die Dunkelheit, denn das ist das Leben, das ist die Dualität des Materiellen, von der wir nur in unseren Träumen transzendieren können. Sonst sollten wir es hinnehmen, so wie es kommt, und sollten alles Mögliche machen, damit es so kommt, wie es kommen soll...

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