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· „Wenn wir alle geblieben wären, wo wir mal zu Hause waren“ oder „Wie das Surfen zum Nachdenken anregen kann“
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Despre Boierism: manifest si razie
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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2008-10-08 | | Plutarchs komparative Methode verdiente eine Wiederbelebung, denn in einem Abstand von 2000 Jahren ist es im Grunde ein und dieselbe Geschichte. 1. Der Lebenslauf Boheme Jugend, auf langen Reisen, in der Wüste, zurückgezogen und suchend, das Elend der Kreatur immer vor Augen. Aufbegehren gegen das Alteingesessene, Selbstgefällige, Ungerechte. Der eigenen Berufung letztendlich gewahr : Kommandante und Lehrer zugleich. An der Spitze einer kleinen Gefolgschaft von Getreuen – ein Irrweg durch die Provinzen. Die liebende, verstehende Gefährtin an seiner Seite. Von Soldaten verfolgt, durch Verrat aus den eigenen Reihen im Hinterhalt geratend, im Gestrüpp gefangengenommen. Des Imperiums Vertreter vor Ort wäscht seine Hände in Unschuld : So haben die Landesfürsten entschieden ! Auf schmähliche Weise getötet. 2. Ecce homo Ein Rebellierender mit Sendungsbewußtsein, der Eigeninteressen hintanstellt, materielle Belohnung ablehnt, für die Sache der Vielen kämpft und im dienenden Tun Befriedigung findet. Er verlangt von den anderen nicht, was er nicht selber tut. Er setzt auf die moralische Entwicklung, um den neuen Menschen zu schaffen und eine neue Weltordnung, die von Ungerechtigkeit nichts weiß. Mit untadeligem Beispiel geht er voran : "Der vollkommenste Mensch". Dabei ist er weder griesgrämig noch lebensverneinend. Die Ironie ist seine schneidende Waffe. Er ist kein draufgängerischer Führer, eher ein nachdenklich-zurückgezogener. Aber inmitten seiner von Widerwärtigkeiten umzingelten Gruppe von Gefährten entdeckt er das Gefühl wahrer menschlicher Brüderlichkeit, auf das er nunmehr nicht mehr verzichten will und das er der Familie, den "Eltern", "Brüdern", "Schwestern" vorzieht (die Geistesbruderschaft ersetzt das "familiäre" Band !). Darauf will er die kommende Weltordnung begründet sehen. Dafür setzt er sich im Kampf bis zur Selbstaufopferung ein. Den eigenen Tod sieht er voraus und nimmt ihn dann ohne Heldentümelei und nicht ohne Zweifel hin : In dem Bewußtsein, daß "nur ein Mensch" dabei umkommt. 3. Der Umbruch Schon bald nach seinem Tod wird (zunächst von Nahestehenden) das "Göttliche" seiner Erscheinung wahrgenommen. Die vorausgegangene, ihn und seine Mannen umzingelnde Gleichgültigkeit und Feindseligkeit werden verdrängt. Je mehr die Zeit vergeht, umso breitere Massen lieben ihn, "glauben an ihm". Eine Riesengestalt erhebt sich und stellt sich dem Imperium entgegen : "Jesus ist auferstanden" und "Che vive". Wird sie sich seiner bemächtigen, es beerben, es zu seiner Kirche verwandeln ? 4. Die Analyse Die beiden Schicksale beleuchten sich gegenseitig. De la Sernas Geschichte offenbart die sonst unterdrückte, massive soziale Komponente jener Jeschu. Und Ha Nosris Geschichte zeichnet vor, wohin die schon begonnene religiöse Ausgestaltung jener Ernesto Guevaras führen könnte. Die religiös-kirchliche Betrachtungsweise ist wie die partei-propagandistische interessiert, sie kommt einer Beschlagnahmung und Ausbeutung gleich, sie kann daher nur verfälschend sein. Sie konserviert, indem sie verfremdet. Die wahre Geschichte der Religionsentstehung ist aber wichtiger Teil einer modernen Atheologie. Und beide Gestalten verdienen sowieso eine neue, nicht ideologische, nicht unseren Atavismen, sondern unserer Wahrheitsliebe verpflichtete und dabei aber auch empathische Untersuchung. Auf daß das wahre Bild Jeschuas und Ernestos wiederaufersteht.
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