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Alles Gute zu meinem 15. Geburtstag!
artikel [ Internet ]
Kolumne 097

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von [Delagiarmata ]

2018-11-06  |     | 



Wie wird das sein? Wenn ich so alt werde, dass niemand mehr da ist. Alle tot oder in die globale Welt verstreut. Ich werde Geburtstag haben. Und ich werde ihn feiern. Mir gratulieren. Und eine Tasse Kaffee trinken wie jetzt auch. Und ich werde an den Anfang denken, soweit zurück ich eben komme. Und an alle, die mir im Leben etwas bedeuteten, falls ich mich noch an sie erinnere. Es wird so ähnlich sein wie jetzt auf dem Internetportal agonia.net / poezie.ro. Da bin ich nämlich auch allein. Und muss mich doch heute beglückwünschen, wo ich meinen 15. Geburtstag feiere.

Das Internet ist kaputt, titelt DER SPIEGEL vom 27. Oktober 2018. Der Autor dieses Artikels, Thomas Schulz, hat diesen Abgesang aus mehreren Perspektiven geschrieben: der wirtschaftlichen, der datenrelevanten und der sozialen. Aus einem Traum, der absoluten Freiheit im virtuellen Universum, ist ein „kontroll- und Überwachungsinstrument“ geworden. Einerseits.

Andererseits entstehen bei harmlosen und gutgläubigen Usern wahre Angst- und Paranoiazustände, wenn sie merken, dass sie da und dort keinen Zugriff mehr auf gepostete Texte haben. Das ist allerdings im Printbereich nicht anders. Gedruckt ist gedruckt und veröffentlicht bleibt veröffentlicht. Da helfen selbst Buchverbrennungen nicht. Nur ist man hier auf das Unvermeidbare, den Verzicht des Zugriffs auf den eigenen Text, vorbereitet, während man denken könnte, auf einer Internetplatform wie diese hier einziger Verwalter seiner Texte zu sein.

Denkste. In meinen, auf diesem Internetportal schon seit 15 Jahren veröffentlichten, Texten finde ich immer wieder den ein oder anderen Schreibfehler. Anmelden, Text öffnen und korrigieren. So einfach! Wenn es denn immer funktionieren würde. Die Technik hat so viele Tücken. Oder steckt vielleicht sogar Absicht dahinter?

Wehe dem, der sich den Schritt an die Öffentlichkeit nicht gut genug überlegt. Seine Texte könnten ihn überleben, ob er das wünscht oder nicht. Na und? Waren denn Goethe, Eminescu & Co. mit jedem ihrer zu Papier gebrachten Sätze und Verse restlos glücklich? Wohl kaum.

Also schreibe ich, der ich hier auf dieser Nadelspitze im Internet sitze, getrost weiter. Für wen? Na für mich! Habe ich doch dabei soviel Platz, kann mich nach Belieben recken und strecken, ohne jemand dabei zu stören.

In diesem Sinne wünsche ich mir alles Gute zu meinem 15. Geburtstag auf agonia.net und der 15. Erhebung aus der Taufe von deutsch.agonia.net.


Ingolstadt, 06.11.2018
Anton Potche (Delagiarmata)


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